
Baumfällung einer gekappten Esche in Leipzig: Gefahr im Verborgenen
Eine gekappte Krone sieht im ersten Moment nach einer schnellen Lösung aus, entwickelt sich Jahre später jedoch oft zu einer massiven Sicherheitsgefahr. Kürzlich wurden wir zu einem besonders kritischen Fall in Leipzig gerufen: Die Baumfällung einer großen Esche, die vor Jahren stark eingekürzt worden war und nun akuten Handlungsbedarf forderte.
Das Problem: Pilzbefall und instabile Reiterate
Nach einer Kronenkappung reagiert ein Baum mit Bildung sogenannter Reiterate. Diese Neutriebe wachsen zwar schnell, besitzen aber eine fundamentale Schwachstelle: Sie sind extrem ausbruchsgefärdet. Da sie nicht tief aus dem Holzkern wachsen, sondern nur oberflächlich aufsitzen, verlieren sie mit zunehmendem Gewicht schnell den Halt und sind eine enorme Angriffsfläche für den Wind.
Im mittleren Teil dieser Esche kam erschwerend ein massiver Befall durch Pilzfruchtkörper (Wulstiger Lackporling)hinzu. Der Baumpilz hatte das Holz im Inneren bereits großflächig zersetzt, wodurch die Standsicherheit und die Bruchfestigkeit der schweren Neutriebe nicht mehr gegeben waren Da dieser Pilz, im Gegensatz zu anderen Lackporling Arten Lignin und Zellulose abbaut, schreitet die Hlozzersetzung schneller voran und ein Handlungsbedarf rück in diesem Fall schnell näher. Eine professionelle Baumfällung war die einzige Möglichkeit, um Schäden zu verhindern.
