
Auf Grund der massiven Trockenheit im letzten Jahr haben wir in Leipzig erhebliche Problem mit der Rußrindenkrankheit an Ahorn Bäumen. Auch hier musste eine Baumfällung vorgenommen werden weil Äste und Stamm schon sehr betroffen waren. Wir arbeiten bei dieser Poblematik an den stark betroffenen Stellen immer mit Schutzmaske. Das anfallenden Holz muss in speziellen, dafür vorgesehene Containern thermisch entsorgt werden.
Was ist so gefährlich an der Rußrindenkrankheit?
Rußrindenkrankheit an Ahorn (Pilz Cryptomstroma corticale)
Die Rußrindenkrankheit bedroht eine wichtige heimische Baumart, den Ahorn. Drei Arten der Gattung Acer sind bei uns bekannt. Der Spitz-Ahorn, der Feld-Ahorn und der Berg-Ahorn. Leider ist die Krankheit in letzter Zeit häufiger an den Ahorn-Arten aufgetreten. Gerade der Berg-Ahorn ist von der Rußrindenkrankheit betroffen, die für den Menschen gefährlich werden kann. Ausgelöst durch den Pilz Cryptomstroma corticale, einem Schwächeparasiten, führt die Krankheit über Jahre langsam zum Baumtot.
Herkunft der Pilzerkrankung
Forscher fanden durch Experimente an stehenden Ahornbäumen heraus, dass der Pilz jahrelang im Baum verharren kann. Erst, wenn die Bedingungen für ihn optimal sind, schlägt er zu. Dadurch kommt es in manchen Jahren zu Massenbefall und in manchen Jahren tritt der Pilz gar nicht auf. Die zunehmenden heißen Sommer mit langen Trockenzeiten begünstigen die Infektion. Der durch Wassermangel geschwächte Baum bietet dem Pilz leichtes Spiel. An trockenen Tagen weht der Wind die zahlreichen Sporen vom Stamm. Der nächste Regenschauer wäscht die Sporen aus der Luft aus und schwemmt sie mit Glück an einen noch gesunden Ahorn-Stamm. Dort wartet der Pilz geduldig, bis seine Zeit gekommen ist. Gerade in Wäldern mit einem hohen Ahorn-Anteil, sowie in Alleen oder städtischen Parks und Gärten breitet sich der Pilz durch die geringen Abstände zwischen den Bäumen schnell aus.
Betroffene Ahornarten
Besonders betroffen von der Rußrindenkrankheit sind Bergahorn, Spitzahorn, Feldahorn und Silberahorn. Gartenbesitzer haben Glück, bisher ist noch kein Befall der japanischer Zierahornbäumchen bekannt. Sie sind wahrscheinlich gegen den Pilz immun.
Gefahren für den Menschen
Im letzten Stadium der Pilzinfektion ist sogar für den Menschen Vorsicht geboten! Die Sporen verteilen sich in der Luft und verursachen schwere Atemwegsprobleme. Die eingeatmeten Sporen haben eine sensibilisierende Wirkung auf die Lunge. Intensiver Kontakt kann zu einer Entzündung der Lungenbläschen führen. Symptome sind Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost. Halten Sie sich deshalb nicht in der Nähe von betroffenen Ahorn-Bäumen auf. Die Arbeit an infizierten Ahornbäumen gehört in die Hände von Fachleuten mit entsprechender Schutzausrüstung.
